Smart Home, Smart Gardening – Der automatische Rasenmäher wird 25. jährig!

Ein Haus im Grünen ist der Traum vieler urbaner Menschen heutzutage. Hat man eines, reift spätestens im Frühjahr die Erkenntnis, dass so ein Garten richtig Arbeit beschert. Da kommt die Digitalisierung gerade gelegen, denn diese hat unlängst auch im heimischen Garten Wurzeln geschlagen. Smart Gardening nennt sich der Trend, der mitunter auch automatische Rasenmäher umfasst.

Automatische Mähroboter, die bei manchen Eignern wie Haustiere benannt werden, sorgen nicht nur für einen akkuraten Rasenschnitt, sondern auch für den Werterhalt einer Immobilie. Es ist ein narrensicheres Investment, welches sich lohnt. Die kreativen Arbeiten wie Hecken schneiden oder Beete gestalten übernehmen nach wie vor Sie selbst oder wir als Ihr Gärtner.

Geschichtlicher Exkurs

Am Anfang standen die Weidetiere, dann kam die Sichel. Als jedoch Anfang der 1830er Jahre der erste Spindelmäher patentiert wurde, konnte noch niemand ahnen welche Meilensteine die Technik in diesem Genre noch so nehmen würde. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts wartete die Evolution mit dem ersten motorbetriebenen Rasenmäher auf. Nachdem dieses Gerät den Samstag über ein knappes Jahrhundert hinweg zum innoffiziellen “Schneidetag“ schlechthin werden liess, tat sich endlich wieder etwas in der Technik. 1995 kam der erste Rasenmähroboter auf den Markt. Er feiert dieses Jahr seinen 25. Geburtstag. Damals war es noch ein Luxusartikel, der vor allem in öffentlichen Parkanlagen oder vornehmen Hotelgärten im Einsatz stand. Heutzutage ist er jedoch längst nicht mehr nur dort anzutreffen. Die Geräte haben sich seither markant verbessert und die Technik ist erschwinglich geworden. Vollautomatische Mähroboter sind mehr denn je auf dem Vormarsch und übernehmen in immer mehr Gärten das Kommando auf dem Rasen.

Trend oder Klassiker?

Die erste Serie Mähroboter kam wie gesagt schon Mitte der neunziger Jahre auf den Markt. Laut Schätzungen beträgt der Anteil der automatischen an der Gesamtzahl der Rasenmäher in der Schweiz aktuell zwischen 20-30% - Tendenz weiter steigend. Den Löwenanteil sichern sich bekannte Brands wie Pionier Husqvarna, Gardena, iMow (Stihl), Miimo (Honda), Ambrogio und Bosch.

Automatische Rasenmäher sind unlängst mehr als nur ein Männerspielzeug geworden. Ein beachtlicher Teil der Roboter-Rasenmäher verfügt mittlerweile sogar über eine Steuerungsfunktion via Smartphone oder Tablet. Dies ermöglicht eine Steuerung über weite Distanzen. Insbesondere wer grosse, übersichtliche Flächen zu mähen hat, kann dies nun spielendleicht per App fernsteuern. Die iOS und Android basierten App’s zeichnen bsp. allfällige Störungen und den fälligen Klingenwechsel auf oder halten den Aufenthaltsort sowie den Batterielevel fest. Mittlerweilen gibt es sogar App’s die die Wettervorhersage mitintegrieren. Diese Modelle fahren gar nicht erst zur Arbeit, wenn sich eine Wetterverschlechterung abzeichnet. Zwar können die Robotermäher ihre Arbeit auch verrichten, wenn der Rasen nass ist. Jedoch ist ein trockener Schnitt definitiv besser für den Rasen. Das konträre hierzu wäre wohl Dürre. So könnte es genauso gut sein, dass das Gras verbrannt wird, wenn es sehr heiss ist und die Grashalme zu kurz getrimmt sind. Beides Eventualitäten bei welchen die moderne Elektronik der automatischen Rasenmäher hilft.

Aussichten für die Zukunft

Auch wenn sich derweil die Automatisierung noch auf das Mähen beschränkt, automatische Rasenmäher werden immer mehr zu Multifunktionsgeräten mutieren. Bis es aber Roboter gibt, die selbständig das ungeliebte Unkraut jäten, werden wohl noch einige Liter Wasser die Reuss hinunter gehen. Der heutige Stand der Technik ist allerdings durchaus schon kompatibel mit anderen Gerätschaften wie etwa einem automatischen Bewässerungssystem. Gardena hat’s vorgemacht. Mit deren System bieten sie Automation aus einer Hand. Getreu dem Motto “Draussen ist das neue Drinnen“.

Der digitale Gärtner

Von der Beschaffenheit her ist so ein automatischer Rasenmäher nichts anderes, als modernste Elektronik kombiniert mit rattenscharfen Messern, versteckt unter einem Kunststoffgehäuse. Zum Set gehören üblicherweise üblicherweise der der Robotermäher sowie eine Basisstation und ein Trafo. Die Drahtrolle zur Begrenzung des Mähradius ist Zusatzmaterial. Von den Dimensionen her messen die Roboter in einer mittleren Ausführung über alle Modelle hinweg ca 40 mal 60 Zentimeter. Je nach Ausführung kann die Grösse natürlich variieren. Die Schnittbreite der Roboterrasenmäher variiert ebenfalls je nach Modell und Brand. Die Durchschnittsbreite dürfte etwa bei 20 Zentimeter liegen. Der Hauptgrund für die schmale Schneideachse im Verhältnis zur Aussenkante der Aussenhülle gründet in den Sicherheitskonzepten der Hersteller. Die zwei oder drei Messer, mit denen die Halme geschnitten werden, ähneln von der Ergonomie her Rasierklingen. Wenn sie stumpf sind, können sie ganz einfach ausgetauscht oder geschliffen werden.

Werden die Roboter angehoben, stoppen die Messer übrigens sofort. Stossen sie an einen Gegenstand, drehen sie abrupt ab. Bessere Exemplare sind sogar mit Regensensoren ausgestattet und stellen die Arbeit bei eintretendem Regenguss ein. Wiederum andere sind sogar so smart, dass sie mittels eines Impulses durch einen Widerstandsfühler am Messmotor die Höhe des Grases präzise eruieren können. Ergo, wenn nicht viel nachgewachsen ist bleiben sie in der Station. Es ist aber nicht etwa so, dass der automatische Rasenmäher phlegmatisch wäre. Im Gegenteil sein Arbeitsethos ist enorm. Wurde er erst einmal vom Arbeitgeber programmiert folgt er fortan treu seinen Befehlen. Via Display oder App gibt man dem Robotermäher dann seine Kommandos.

Der Rasen – immer schön getrimmt

Wird der Rasen von einem Robotermäher bewirtschaftet, empfiehlt sich ein spezielles Gras, welches breit gezweigt, idealerweise langsam wachsend und trocken verträglich ist. Denn Mähroboter sind sogenannte Mulchmäher, die das Schnittgut auf der Rasenfläche belassen. Da der automatische Rasenmäher emsig unterwegs ist und die Halme in regelmässigen Intervallen getrimmt werden, fallen nur sehr geringe Grasmengen an. Wo früher fangkorbweise kompostiert wurde, fällt heute das Entsorgen praktisch weg. Die gekappten Spitzen fallen einfach auf den Boden und geben der Erde durch den Zersetzungsprozess wertvolle Nährstoffe zurück. Die Folge ist ein gleichmässiger und dichter Rasen sowie der nützliche Umstand, dass durch die hohe Kadenz Unkraut und Moos nicht mehr so stark verbreitet werden.

Das Mähprinzip ist übrigens herstellerunabhängig bei allen Geräten ziemlich identisch. Die automatischen Roboter-Rasenmäher sind von der Funktionalität her darauf ausgelegt, dass sie in grosser Regelmässigkeit schneiden. Denn die eher schwachen Motoren lassen nur bei kurzem Gras die gewünschten Ergebnisse zu. Für höher stehendes Gras sind die Maschinen gänzlich ungeeignet. Die Obergrenze des Schnittes dürften hier je nach Modell bei maximal 8 cm anzusetzen sein. Ansonsten müsste vorab noch immer ein herkömmlicher Mäher eingesetzt werden. Dabei empfiehlt es sich, je nach gewünschtem Endergebnis, das Endresultat stufenweise anzustreben. Bei den meisten Modellen gibt es in der Regel Verstellungsmöglichkeiten zwischen Minimum zwei und Maximum sechs Zentimeter. Ideale Schnitthöhe ist 30 mm. Abschliessend gilt es zu sagen: Gönnen Sie ihrem Rasen circa zwei Tage die Woche eine ausgiebige Pause. Das wirkt sich positiv auf das Rasenbild und den Wasserhaushalt aus.

Revier: Wie orientiert sich ein automatischer Rasenmäher?

Die meisten Robotermäher werden durch ein eine sogenannte Induktionsschleife geführt. D.h. die zu mähende Zone wird mit einem Leitkabel, über einen geschlossenen Kreislauf, quasi eingezäunt. Durch besagtes Leitkabel fliesst dann ein Niedrigstrom durch welchen ein Magnetfeld erzeugt wird. Ein Sensor im Gerät erkennt dieses und weiss wann es an der Zeit ist abzudrehen, damit sich der Robotermäher bsp. nicht auf benachbarte Strassen oder in den hauseigenen Pool manövriert. Das Begrenzungskabel kann entweder auf dem Rasen mit Erdnägeln fixiert werden und verwächst dann mit der Zeit. Oder es wird unter der Oberfläche in einer Tiefe von Maximum 10 cm verlegt. Es können übrigens auch Areale innerhalb eines Grundstückes von der Arbeitsfläche ausgeschlossen werden. Husqvarna verfügt über das Patent auf sogenannte Suchkabel. Mit 1-3 Führungskabeln können so Flächen und Nebenflächen in Prozenten eingeteilt werden und die Roboter finden ihren Weg in die Basisstation. Alle anderen Modelle werden anhand der Begrenzungskabel am Rand zurück manövriert. Weitere technische Hilfsmittel für die Orientierung sind ein eingebauter Kompass sowie ein Neigungsmesser.

Einige Robotermäher wie bsp. von Ambrogio oder Wiper kommen ganz ohne Draht aus. Diese Mäher erkennen mit Sensoren, ob sie sich auf Grasflächen oder festem Untergrund befinden. Freilich setzt dies voraus, dass der Rasen umgeben ist mit befestigten Flächen wie bsp. einem Gehweg oder Bodenplatten. Der feste Untergrund stellt dann die Begrenzung dar. Das Eingrenzen mit Platten, die der Roboter überfahren kann, ist allerdings so oder so sinnvoll, denn es erspart dem Gartenbesitzer das Nachbearbeiten der Ränder mit dem Kantenschneider. Auf GPS verzichten die meisten Hersteller aus dem einfachen Grund, weil ein ausreichender Empfang nicht immer sichergestellt werden kann.

Installation

Grundsätzlich kann man das Begrenzungskabel selbständig verlegen. Dies geschieht auch oftmals, wenn die Geräte aus dem Baumarkt stammen. Wir empfehlen den Do-it-yourself-Weg allerdings nur bedingt, denn spätestens beim Anschluss wird ein zertifizierter Elektriker benötigt. Zudem kann das Verlegen der Kabel durchaus tückisch sein. Es gibt viele Aspekte die es dabei zu beachten gibt. Zum Beispiel sollte das Kabel nicht an schmalen Randstreifen zwischen den Terrassen verlegt werden, weil sich dort der automatische Rasenmäher festfahren könnte, da der Radius für eine Drehung so nicht ausreicht. Zudem müssen Hindernisse ausgegrenzt und eventuell Nebenflächen miteinkalkuliert werden. Begrenzungs- und allfällige Suchkabel sowie die Ladestation, müssen im Sinne der idealen Instandhaltung, stets bedacht verlegt werden. Wird das Gerät über einen Fachhändler wie bsp. Bucher & Weiler AG oder über uns als Gartenbauunternehmen erworben, erledigen wir dies alles in einem Aufwisch. Die Erfahrung zeigt, dass selbst die Selfmademen’s irgendwann den Fachmann aufsuchen, wenn bsp. mal ein Draht beschädigt ist. Denn hier wird spezielles Werkzeug zum Orten der Fehlerquelle und zum Reparieren benötigt. Sollte dies in ihrem Garten der Fall sein wissen sie nun an wen sie sich wenden können.

Arbeitsweise: Zwei unterschiedliche Methoden

Ist der Gartenhelfer erst einmal im Arbeitsmodus gibt es bei den Geräten zwei mögliche Bewegungsmuster. Entweder es wird systematisch Linie um Linie oder nach Zufallsprinzip gemäht. Herstellerbedingt ist dies je nach Marke vorgegeben. Wobei Honda gar über die Möglichkeit verfügt die Mähsystematik auf dem Gerät selber nach Bedarf zu wählen. Die chaotische Variante mag in Relation zur konventionellen Mahd erstmal unlogisch wirken, da Gartenbesitzer tendenziell eher dazu geneigt sind in parallel nebeneinander liegenden Bahnen zu schneiden. Sie hat jedoch durchaus ihre Berechtigung. Weidetiere fressen ja auch mal hier und mal dort, bis am Ende die ganze Wiese abgegrast ist. Die wirr anmutenden Sternfahrten, haben also durchaus ein evolutionäres System und tangieren das Endergebnis letztlich nur marginal. Lediglich waschechte Rasenpuristen erkennen den Unterschied am Schnittbild der Halme. Nur wie funktioniert jetzt das Zufallsprinzip? Nun gut, der Mähroboter fährt geradeaus, bis er auf ein potentielles Hindernis stösst. Mit kleinen Richtungsänderungen versucht er dann die Hindernisse zu umfahren. Trifft er auf einen Begrenzungsdraht macht er rechtsundkehrt und lanciert einen Seitenwechsel in die Gegenrichtung. Faszinierend ist das man die Richtungsänderung effektiv nicht voraussagen kann. Husqvarna Modelle bsp. weichen von diesem Randomverfahren nur ab, wenn eine Stelle identifiziert wird, auf der höheres Gras steht, dann mähen sie spiralförmig. So arbeitet sich der Mähroboter akribisch durch das ganze Gelände. Fast alle Modelle arbeiten nach diesem Zufallsprinzip. Nur wenige Hersteller folgen da einer etwas anderen Philosophie und lassen in geordneten Bahnen schneiden. Die Argumente sind rational nachvollziehbar: schnellere Fertigstellung und somit eine Stromersparnis. Dagegen könnte man monieren, dass ein freies Bewegungsmuster schonender für den Rasen ist. Sie sehen: Es ist stets eine Frage der Perspektive. Wobei stets die Beschaffenheit des Grundstücks in Betracht gezogen werden muss. Bei ebener, offener Fläche ohne Hindernisse kann es durchaus Sinn machen in geordneten Bahnen schneiden zu lassen.

Motorisierung: Akku & Energieeffizienz

Die Antriebskraft beziehen die Roboter-Rasenmäher aus modernen Lithium-Ionen-Akkus. Ein Funksignal ermöglicht es, dass der Mähroboter autonom zur Basisstation zurück fährt um anzudocken, sofern der Akku am unteren Ende der Ladeskala angelangt ist. Ein Mähgang kann sich je nach Topographie mehreren Stunden hinziehen. Im Sinne der Langlebigkeit der Akkus sollten Mähzeiten unter einer Stunde vermieden werden.

Was die Unterhaltskosten anbelangt kann gesagt werden, dass ein akkubetriebener Mäher mit sehr wenig Energie zurechtkommt und auch in der Instandhaltung sehr preiswert ist. Von der Energieeffizienz her spielt den automatischen Rasenmähern sicherlich in die Karten, dass die Mähvorgänge selber programmiert werden können. Lässt man bsp. Abends mähen, laden sich die Robotermäher nach getaner Arbeit in der Nacht auf und profitieren vom Nachttarif, bevor sie nachher in den Stand-by-Modus fallen.

Heimische Gärten

Die Hausherrin, welche Wert auf einen gepflegten Wembley-Rasen legen haben in der Regel 3 Varianten zur Verfügung. 1. Sie bestellen uns als Gartenbauunternehmen für Unterhaltsarbeiten, 2. Sie schicken regelmässig ihren geschätzten Gatten aufs Grün, 3. Sie installieren einen automatischen Rasenmäher und bewirtschaften den Umschwung ganz einfach via Smartphone. Nicht zuletzt deshalb entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer für einen Roboter-Rasenmäher. Die meisten gängigsten Modelle sind heute soweit, dass sie Neigungen bis 45% problemlos meistern. Und vor allem die Angebote mit den Offroad-Kits, sprich Stollenrädern, überzeugen. Damit kommen die Mähroboter unabhängig der Vegetation steil bergauf. Ein solches Gefährt wiegt übrigens durchschnittlich zwischen 7-14 Kilo. Nach oben hin gibt es kaum Grenzen. Wobei eine leichte Überdimensionierung generell nie ein Fehler ist. Insbesondere bei den Modellen die nach Zufallsprinzip mähen gilt es zu beachten dass Bsp. bei einer Fläche von 150 Quadratmetern bei einer Stundenleistung von 75 Quadratmetern die Fläche nicht zu 100 Prozent abgedeckt werden kann. Achten Sie daher idealerweise schon beim Erwerb des Gerätes drauf ob die Akkulaufzeit und die Motorisierung in realistischer Relation zur Rasenfläche stehen. Bei komplizierten, verwinkelten Flächen lassen Sie sich am besten vom Fachmann beraten.

Grosse Gärten, öffentliche Anlagen, Fussballfelder, Golfplätze, Parks

Für grössere Flächen sind die handelsüblichen Mähroboter oft zu langsam und zu klein. Der schwedisch Hersteller Husqvarna, ist seit 25 Jahren auf dem Markt und hat für Rasen dieser Grössenordnung unlängst eigene Modelle entwickelt. In diesem Range von 2-5000 Quadratmeter gibt es eine ganze Palette. Diese sind dann meist GPS-gesteuert, wodurch auch bei komplizierteren Formen ein gleichmässiges Schnittbild erreicht werden kann. Denn das GPS kartiert den Boden, damit der Robotermäher weiss wo er schon gemäht hat. Zusätzlich gibt es jedoch auch hier ein Begrenzungskabel, damit der Mäher bei Empfangsschwierigkeiten nicht völlig halt- und rastlos weiterfährt. Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Modelle auch Gewichtsmässig etwas mehr auf die Waage bringen. Auch die Akkus sind für solche Flächen natürlich wesentlich stärker.

Reinigung

Ganz ohne menschliches Zutun kommt auch der automatische Rasenmäher von heute nicht aus. Die Technik ist filigran und muss unterhalten werden. Im Grundsatz sind sie aber recht pflegeleicht. Die meisten Modelle verfügen sogar über integrierte Bürsten unter der Haube, welche anhaftendes Gras während des Betriebs von den rollenden Rädern abstreifen. Gewisse Modelle teilen dem Besitzer darüber hinaus ad hoc über den Screen mit, wann eine manuelle Reinigung angesagt ist. Gesagt sein muss: Keinesfalls darf der Robotermäher mit einem Hochdruckreiniger gesäubert werden. Er muss trocken gesäubert werden um die Elektronik nicht dauerhaft zu beschädigen. Eine Nassreinigung ist nur im Service möglich, wenn der Robotermäher in Einzelteile zerlegt wird.

Wartung

Eine Mäh-Saison kann ihren heissgeliebten Roboterrasenmäher mehr oder weniger in Mitleidenschaft ziehen. Wobei die Erfahrung zeigt, dass die Mähroboter mit einem jährlichen Service eine sehr viel längere Lebensdauer aufweisen. Wird der Mähroboter eingemottet und ins Winterquartiert geschickt, können Verschleissteile wie Radlager oder Messer fachmännisch kontrolliert oder ersetzt werden, die Sensorik und die mechanischen Teile überprüft sowie die Akkus fachmännisch gelagert oder Software Updates installiert werden. Allfällig defekte Abdeckhauben können ebenfalls repariert und Batterien ausgetauscht werden. Neuralgische Punkte an Tastatur und Gehäusedichtung können wieder auf Vordermann gebracht werden. Letzteres wird von den Herstellern in einem Intervall von 3 Jahren sogar ausdrücklich empfohlen.

Auch in Sachen Beratung und Wartung fungieren wir mit unserem Handelspartner Bucher & Weiler AG Hand in Hand. Gerne übernehmen wir für Sie auch Abholung- und Bringservice ins und vom Winterlager.

Anschaffungskosten

Nachdem die ersten Mähroboter noch in astronomischen Preisregionen angesiedelt waren, hat sich das Preisniveau mittlerweile stabilisiert. Und das Ende der Fahnenstange dürften wohl die Discounter mit Ihren Frühjahrsangeboten eingeläutet haben. Leistung und Qualität mal dahin gestellt, ist es eine Tatsache, dass es heutzutage viele Modelle für unter 1000 Franken gibt und die Popularität der automatischen Rasenmäher steigt. In den letzten Jahren wurde der Markt für Privathaushalte regelrecht geflutet. Die billigsten Geräte im Baumarkt sind bereits ab 500 CHF zu haben. Für eine preisgekrönte Ausführung vom Fachmarkt bewegen sich die Preise eher zwischen 1500-5500 CHF. Dieses Package beinhaltet den Mähroboter, die Basisstation und den Trafo. Zusatzmaterial wie das Begrenzungskabel und Installationskosten werden separat berechnet.

Sicherheit

Grundsätzlich kann man festhalten, dass die Kinderkrankheiten der Anfängertage vorbei sind und sich die Mankos in der 25-jährigen Entwicklungsgeschichte verflüchtigt haben. Die Robotermäher können heutzutage als sehr sicher bezeichnet werden. Dies verdeutlicht auch der Umstand, dass seit Jahren keine gravierenden Unfälle mehr publik wurden und die Presse deswegen wohl ziemlich kleinlaut geworden ist. In der Schweiz ist das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) für die die Überprüfung von gefährlichen Produkten zuständig. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) testet dort auch schon mal in akkreditierten Kontrollverfahren im Labor. Und auch die EU hat ihre Standards, was gewissermassen auch die Importgüter miteinschliesst. D.h. im Umkehrschluss, dass der Konsument bei Produkten, die er über den Schweizer Handel erwirbt, grundsätzlich davon ausgehen kann, dass diese den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen. Die Robotermäher können heute wirklich als „smart“ im Sinne des Wortes bezeichnet werden. Denn die Robotermäher sind gespickt mit Sensoren. Wird bsp. der automatische Rasenmäher angehoben stoppt das Schneidewerk sofort. Mit diesem ausgeklügelten Mechanismus wird auch gewährleistet, dass es nicht zu Beschädigungen an den Schneidemessern kommen kann, sollte der automatische Rasenmäher gegen ein Hindernis anlaufen. An der Unterkante sind die Messer zudem nach innen versetzt. Mit dem Abstand von Klinge zu Gehäuserand möchte man verhindern, dass bsp. jemandes Fuss ins Mähwerk gerät. Auch beugt man damit einem fatalen Griff unter den Rand des Rasenmähers vor. Die gehärteten Edelstahl- oder Carbonmesser liegen übrigens unsichtbar hinter den metallischen Schneidescheiben. Erst wenn der Motor anläuft, werden sie von der Fliehkraft nach aussen gedrückt und sind schneidefähig. Weitere Drucksensoren an der Haube sorgen dafür, dass die Robotermäher bei Berührung eines Objektes auf der Stelle kehrt machen. Es gibt auch Hersteller, die in dieser Belange nach dem Fledermausprinzip arbeiten und via Ultraschall Hindernisse erkennbar machen, sodass sich der Roboter sogar noch vor der eigentlichen Berührung abdrehen kann.

Und denn noch: Wenn sich möglicherweise Kleinkinder und Tiere auf dem Rasen tummeln könnten raten wir zu mehr Achtsamkeit. Eine prophylaktische Massnahme wäre beispielsweise, die Roboter-Mäher nur unter Aufsicht fahren zu lassen oder die Mäharbeiten einzustellen, bevor die Dämmerung einsetzt und also keinesfalls bei Dunkelheit mähen zu lassen. Eine weitere Massnahme wäre das Grundstück einzuzäunen. Ausserdem ist eine gewisse Distanz zwischen zu mähendem Rasen und angrenzenden Sträuchern zu empfehlen. Die Robotermäher machen leider vor kleinsten Hindernissen keinen Halt. Stellen Sie deshalb vor jedem Mähgang sicher, dass neben Kleinkindern und Tieren auch keine Gegenstände wie Spielzeug, Äste, Tannzapfen oder Steine auf dem Rasen liegen. Diese können den Gegenstand und oder die Klingen beschädigen.

Automatische Rasenmäher verfügen übrigens auch über eine Tastensperre. Diese verhindert einerseits die unbefugte Inbetriebnahme durch Unberechtigte oder Kinder, anderseits verringert es die Diebstahlgefahr, da die Geräte ohne Pin quasi nutzlos sind. Husqvarna bietet zudem Modelle an, die über einen akustischen Alarm verfügen und oder mittels GPS-Tracking geortet werden können.

Resümee

Neben mehr Freizeit und der Tatsache, dass ein Mähroboter auch während der Abwesenheit des Besitzers Arbeiten kann, sind sicherlich zwei Dinge begrüssenswert: Die ökonomische Antriebsart und die niedrigen Lärmemissionen. Die meisten Mähroboter arbeiten mit ca 60 Dezibel Schallemission. Dies entspricht ungefähr der Lautstärke beim Fernsehen oder der eines normalen Tischgespräches. Zum Vergleich: Die altbekannten Benzinrasenmäher erreichen mit gut 90 Dezibel ein Mehrfaches.

Interview mit Bucher-Weiler AG

Die Bucher-Weiler AG ist spezialisiert auf Motorengeräte. Sie handelt und bewirtschaftet seit vielen Jahren automatische Rasenmäher und ist Experte auf diesem Gebiet. Vielen Dank an den Fachmann Herr Banz, der sich Zeit genommen hat uns hier die brennendsten Fragen beantwortet.

Was ist bei Ihnen momentan der Kassenschlager und warum?

"Wir sind vor allem auf Husqvarna stark. Daher alle Modelle mit “Automower ® Connect-Kit“, weil man so den Mäher via Smartphone steuern und konfigurieren kann. Sobald das Modul installiert ist, kann die App heruntergeladen werden. Das heisst es lässt sich ortsunabhängig mit dem Gerät kommunizieren und alle Einstellungen können bequem übers Smartphone vorgenommen werden."

Verschleissteile: Was kosten Ersatzklingen?

"Je nach angestrebter Rasenqualität ist der Intervall an Klingenwechsel höher oder entsprechend niedriger. Für einen englischen Rasen benötigt es bsp. mehr Wechsel. Im Durchschnitt kann man sagen, dass der Kunde pro Gerät im Jahr 2 Klingensets benötigt. Ein Klingenset kostet max. CHF 30.--. Ein Satz klassischer robuster Messer aus Carbon-Stahl von Husqvarna kostet bsp. CHF 27.--. Die neuste Generation Sicherheitsmesser von Husqvarana kosten bsp. CHF 29.— das Set. Sie verfügen über eine doppelt so lange Lebensdauer im Vergleich zu den herkömmlichen Messern, da sie über ein Schwingmesserdesign mit vier Schnittkanten verfügen."

Wie teuer ist ein Akku, wenn er nach ein paar Jahren allenfalls ersetzt werden muss?

"Was die Akkus anbelangt laufen alle neueren Geräte mit sogenannten Lithium-Ionen-Akkus. Bei diesen wird die Lebensdauer in Ladezyklen gemessen. Ein normaler Akku hält dabei bis 3000 Ladezyklen durch. Bei einem Ersatzakku muss mit Kosten von 200-250.—CHF gerechnet werden."

Wie lange gibt es Support für die Software? Wie lange wird mit Updates unterstützt?

"Je nach Modell kann mit ca 4-5 Jahre gerechnet werden. Danach kann womöglich die aktuellste Version nicht mehr darauf gespielt werden."

Sicherheit: Wie ausgereift ist die Technik heute im Vergleich zu vor ein paar Jahren?

"Die Technik wird von Generation zu Generation besser. Um die Reaktionszeit in der Erkennung von Hindernissen zu verkürzen ist davon auszugehen, dass sich der Ultraschall immer mehr durchsetzen wird."

Sicherheit: Gab es schon einmal Zulassungsbeschränkungen?

"Im Rahmen unseres Sortimentes sind uns weder Zulassungsbeschränkungen noch irgendwelche Warenrückrufe bekannt."

Aus der neuen Technik scheinen sich spannende Haftungs- und Versicherungsfragen aufzudrängen. Wer haftet für einen fehlgesteuerten automatischen Rasenmäher?

"Grundsätzlich ist der Besitzer für sein Gerät verantwortlich. Das ist etwa dasselbe wie bei der Hausherrenhaftung."

Intelligente Systeme können abstürzen oder gehackt werden, insbesondere wenn Betriebssysteme nicht regelmässig Updates unterzogen werden. Wie verhält es sich mit Updates beim automatischen Rasenmäher? Bei App’s?

"Im Jahr gibt es ca 2-3 Updates auf dem Gerät selber. Für diese muss das Gerät zum Fachhändler. Auf der App selber werden die Updates automatisch empfohlen, man braucht dann nur noch die App zu aktualisieren. Das eine hat aber per se nichts mit dem anderen zu tun. Bei der Aktualisierung des Smartphones Apps kann Fachhandel nicht unterstützen."

Wie schaut es mit den Stromkosten aus?

"Die Stromkosten sind sehr human. Wir gehen in der Schweiz jeweils von 5-6 Monaten Betriebszeit aus. In den Wintermonaten ist es im Ermessen des Kunden die Station abzubauen oder diese am Strom zu lassen. Bleibt sie am Strom angeschlossen müssen mit Mehrkosten von 7-9.—CHF pro Jahr gerechnet werden."

Was ist die durchschnittliche Lebensdauer eines Roboter-Mähers?

"Das älteste im Einsatz stehende Gerät ist bei uns 15-jährig. In der Regel fahren die meisten Modelle zwischen 6-8‘000 Betriebsstunden. In seltenen Fällen kam es auch schon vor, dass 11-12‘000 Betriebsstunden erreicht wurden. Wir empfehle allerdings bei ab 5-6‘000 Betriebsstunden mal eine Kosten-Nutzen-Analyse zu machen. Eventuell stehen allfällige Reparaturen in einem ungünstigen Verhältnis zu einer Neuanschaffung. Wenn die Reparaturkosten den Zeitwert übersteigen spricht man auch hier von einem “Totalschaden“. Es ist zu bedenken, dass bsp. die Software (wie oben besprochen) herstellerseitig nicht mehr unterstützt wird oder allfällige Ersatzteile schwer bekömmlich sind etc. Wobei wir durchaus der Meinung sind: Solange die Geräte laufen, soll man sie laufen lassen. Wie gesagt: Unser ältestes Gerät, welches wir alljährlich im Winterlager warten, ist 15-jährig und leistet immer noch treue Dienste!"

Was gibt es bei der Witterung zu beachten?

"Normale Platzregen überstehen die Rasenmähroboter mit den entsprechenden Ladestationen problemlos. Bei Dauerregen wird es dagegen schon heikler und die Gerätschaften sollten abgedeckt werden, denn insbesondere das Netzteil der Ladestation ist empfindlich und sollte trocken bleiben. Bei der Inbetriebnahme ist zudem darauf zu achten, dass die Ladestation verständlicherweise nicht der prallen Sonne ausgeliefert sein sollte."

Muss noch von Hand nachgemäht werden?

"Je nachdem wie die Kabel verlegt wurden hinterlassen die automatischen Rasenmäher eine Rasenkante. Es gibt aber die einfache Möglichkeit die Grasflächen mit eingelassenen Trittplatten zu ummanteln. Vorausgesetzt die Platten sind bündig, kann sich der Roboter so anstandslos darüber bewegen. Honda und Husqvarna verfügen extra über ein programmierbares Kommando, welches “über die Schlaufe fahren“ lautet. Endet das Grün allerdings an einer höheren Umfassung bleibt natürlich ein Streifen stehen. Dies stellt den Abstand der Messer zum Gehäuserand dar. Eine Runde mit dem Fadentrimmer bleibt in diesem Fall vonnöten. Es liegt auf der Hand, dass umso genauer der Draht um Hindernisse herum verlegt wird, desto weniger Fläche muss manuell nachgemäht werden."

Wie verhält es sich mit herabfallenden Herbstblättern?

"Ein klassischer motorisierter Rasenmäher, saugte diese gleich mit weg, der Roboter-Mäher jedoch fährt lediglich darüber und schneidet an dieser Stelle nicht. Wir empfehlen daher, das Laub vor dem Start wegzukehren. Ja generell sollte stets geprüft werden ob nichts Grösseres im Wege liegt. Denn Steine oder Tannzapfen erkennt er nicht als Hindernis, fährt darüber hinweg, was wiederum den Schneidemessern in Mitleidenschaft zieht."

Unter welchen Umständen ist der Einsatz von Roboter-Mäher nicht geeignet?

"Für Flächen mit steilen Böschungen über 24 Grad (das entspricht 45 Prozent) sind die meisten gängigen Robotermäher nicht geeignet. Dasselbe gilt für schmalen Passagen und unpassierbare Korridore unter 1,2 Meter, sowie für verwinkelte Ecken. Aufgrund der Manövrierfähigkeit beim Wendevorgang können hier Probleme entstehen. Auch wenn der Rasen in eine Böschung endet ist Vorsicht geboten. Er könnte in diesem Szenario abrutschen und dann stehen bleiben. Unebenheiten und steinige Flächen sind auch nicht ohne. Mähroboter kommen zwar auch mit unebenem Gelände zurecht, es empfiehlt sich jedoch tiefere Löcher vorab mit Erde zuzuschütten.

Für ganz steile Gelände empfehlen wir den Automower ® 435X AWD von Husqvarna. Husqvarna ist der einzige Hersteller, der bisher ein Modell mit 4x4 Allradantrieb herausgebracht hat. Er schafft Steigungen bis 70% und verfügt übrigens auch über den vorhin besprochenen Ultraschall. Zu beachten gilt es hier, dass er Minimum einen Meter Auslauf zum Wenden hat."

Wie schaut es mit Hersteller-Garantieleistungen aus?

"Herstellerunabhängig beträgt diese in der Regel 2 Jahre."

Was war das grösste/schönste Projekt?

"In Meggen durften wir in einer private Anlagen mit 7-8000 Quadratmeter Umschwung ein automatisches Rasenmäher System realisieren. Das herausforderndste war es die zahlreichen Bäume und Gehwege auszugrenzen. Zudem musste ein Bach überwunden werden, woraus eine Nebenfläche resultierte. Bei solchen Installationen wird vorab vor Ort das Grundstück Meter für Meter abgelaufen, es wird skizziert und ausgemessen. Erst wenn der Plan steht folgt die Arbeit mit der Verlegemaschine. Es war ein sehr spannendes Projekt!"

Wie ist die Verträglichkeit bzw. das Zusammenspiel mit Bewässerungssystemen?

"Gardena, welches zum Hause Husqvarna gehört, verfügt momentan über das einzige funktionsfähige Smart-Gardening-System. Das Zusammenspiel zwischen automatischem Rasenmäher und Bewässerungssystem funktioniert einwandfrei. Bei Husqvarna selber wird in Kürze etwas Vergleichbares erwartet. Wir dürfen gespannt sein."

Besten Dank an unseren Partnerbetrieb Bucher & Weiler AG für die kompetenten Auskünfte und die Zeit für das Interview.

Bucher & Weiler AG

Ronmatte 1

6030 Ebikon

www.bucher-weiler.ch


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